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Unser diesmal anderes Weihnachten


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Ein Weihnachtsgruß

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids …

Liebe Gemeindeglieder,

Weihnachten beginnt für uns mit  dem Besuch einer Christvesper mit der Familie oder Freunden. Weihnachten, das sind die Begegnungen in der Kirche mit anderen Familien. Und das Krippenspiel in Luthers Übersetzung nach Lukas aufgeführt, oder übertragen in unsere Zeit. Immer gehören Kerzen und Weihnachtslieder, sehr oft Weihnachtsbäume, Schwibbögen, Adventssterne, Räucherkerzen und sehr viele Elemente heimischen Brauchtums dazu. Und natürlich die weihnachtlichen Leckereien.

All das macht uns froh und ist eng verbunden mit unserer Lesart der Weihnachtsbotschaft. Es scheint, die Botschaft ist uns so wichtig, dass wir groß auffahren müssen, sonst würde die Botschaft klein. Aber, das üppige Programm will uns nur dann vollständig und wahrhaftig sein, wenn wir es mit unseren Lieben teilen und wenn die Freude über die Botschaft sich in der Begegnung mit anderen wunderbar entfaltet und vermehrt.

Auf die Christvespern, das Krippenspiel, die Musik und die Begegnungen in der Kirche müssen wir an diesem Weihnachtsfest verzichten. Vielleicht haben wir daheim Kerzen angezündet, vielleicht singen wir sogar Weihnachtslieder und essen am festlich gedeckten Tisch in kleiner Runde. Es fehlen aber die Freunde und Familienmitglieder anderer Hausstände, weil sie nicht bei uns sein dürfen. Weihnachten ist diesmal einfach nicht das, was Weihnachten für uns ist. Weihnachten ist diesmal anders – für Manche sogar einsam.

Vielleicht ist aber an diesem Weihnachtsfest nur eines anders, wir erleben es eingeschränkt wie Kranke im Patientenzimmer oder Intensivbett, wie Häftlinge im Gefängnis, wie Christen in der Diaspora, wie Wohnungslose im Abseits.

Vielleicht ist dieses Weihnachten so gesehen, wie Weihnachten immer ist. Denn Kranke, Leidende und Verfolgte gibt es immer – zu jedem Christfest. Nur diesmal teilen wir mit ihnen Einschränkungen oder gar Isolation.  Ich finde Kleines, das Kinder und die Leisen neben mir weniger einsam sein lässt.

Und doch sprach der Engel zu Ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude!

Wir erfahren gerade unter die Haut gehend, schmerzhaft, nicht wir machen Weihnachten …

Die Weisen aus dem Morgenland sahen damals einen Stern, der ihnen den Weg zum Kind in der Krippe wies. Schauen Sie jetzt abends an den Himmel, dann sehen Sie, wie sich Saturn und Jupiter nah beieinander zeigen. Dieses Bild ist astronomisch nicht von Bedeutung. Vielleicht hilft es uns später zu erinnern. Es gab einmal ein Jahr, da war Weihnachten ganz anders – aber es war Weihnachten …

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Christfest!

Ihr Stefan Dumke
Gemeindeglied aus Weißig und Kirchenvorsteher