Das Miteinander mit unseren befreundeten Partnergemeinden in Rychnov und Kandau


November 2018

Von Zigrida Pelite zum Ewigkeitssonntag

Liebe Freunde,

“Ich bin die Auferstehung und das Leben: wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.” (Johannes 11; 25)

Wir gedenken in Liebe unserer Pfarrer Valdis Podzins, Pfarrer Vater und Sohn Bernewitz , die in unserer Gemeinde 70 Jahre lang gedient haben und anderer Gemeindepfarrer, die zum Gott gerufen sind. Wir gedenken in Dankbarkeit und Liebe unseres Freundes, Unterstuetzers und Wohltaeters Frank Pawassar.

 “Christus ist die erste, mittlere und letzte Stufe zur Treppe, die zum Himmel führt. “
(M. Luther)

In Andacht mit euch zusammen - eure ev. luth. Gemeinde von Kandava


Grüße von unseren Partnern und der Luthereiche aus Kandau


Ostergrüße aus Kandau von Zigrida Pelite und Dace Avota

 

Der Herr harrt darauf, dass er euch gnaedig sei ( Jes 30, 18)

Vielen Dank fuer alles!
Zigrida und Dace




Ostergrüße aus Rychnov von Alena Maimanova

Liebe Freunde,

Jesus lebt! Christos voskres - istino voskres, wie  Ortodoxen sagen. So etwas, dass unser Herr nicht im Grab blieb, bringt uns viel Freude. Ich teile diese Freude mit Euch/Ihnen.

Alena



Kandau (Kandava), Lettland: Ende Oktober 2017 pflanzte unsere Partnergemeinde eine „Luthereiche“ an der Ev.-Luth. Kirche zum Gedenken an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren und zu Ehren unserer Freundschaft und Partnerschaft mit Schönfeld-Weißig seit 2010. Hinter dem jungen Baum sehen wir den jetzt vollkommen unerwartet verstorbenen Pfarrer Valdis Podzinš, daneben Dace Avota (Kirchvorsteherin) und Zigrida Pelite, die „Suppenküchenchefin“ (Mitte, von rechts nach links).  

UNSERE PARTNERGEMEINDE HAT IHREN PASTOR VERLOREN

 
Am vergangenen Samstag, dem 17. März 2018, erreichte uns die schlechte Nachricht aus Kandau (Kandava), dass Pfarrer Valdis Podzinš vollkommen unerwartet verstorben ist. Er ist nur 32 Jahre alt geworden und hinterlässt Ehefrau und Kinder sowie mehr als nur eine Kirchgemeinde, für die er als baltischer Landpfarrer zuständig war. Seit seinem Dienstbeginn in Kandau im September 2017 haben wir Valdis Podzinš leider noch nicht persönlich kennen lernen können, da die Zeit seither zu kurz war. Er war gleichwohl ein aktiver Freund unserer Partnerschaft, wie wir sicher wissen und er wäre gerne bald zu uns angereist.  Dace Avota, Kirchvorsteherin in Kandau und als unsere feste Ansprechpartnerin gleichsam die „Außenministerin“ schreibt über den Verstorbenen: „Wir hatten ihn wirklich lieb. Er hatte schon so vieles in unserer Gemeinde neu begonnen - Tätigkeiten, die wir einst schon einmal bei uns hatten, die inzwischen aber verloren gegangen waren. Eine seiner Tätigkeiten war die Wiederbelebung der Sonntagschule. Er hat das ,LEAF‘-Team von Riga in die Sonntagsschule einbezogen. ,LEAF‘ – eine evangelistische Organisation  junger  Leute , die an ,heißen‘ Punkten dient , also da, wo man Hilfe besonders braucht.  Während des Dienstes von Valdis Podzinš hatten wir in der Gemeinde   Männerabende, Alpha-Kurse (Glaubensunterricht), Lobgottesdienste und  Familiengottesdienste einmal im Monat. Valdis war ein sehr begabter Pfarrer mit einem liebevollen Verhältnis zu den Leuten.“
Der Gottesdienst am vergangenen Sonntag Judika, dem 5. Sonntag der Passionszeit (18.3.2018), musste leider ohne Valdis Podzinš stattfinden. Statt seiner leitete Bischof Hanss Martin Jenson die gesamte Andacht. Dace Avota schreibt: „ Dieser Gottesdient stärkte uns wirklich geistig, weil wir alle in tiefer Trauer sind. Die Verabschiedung von Valdis Podzinš findet am kommenden Donnerstag, 22.3.2018, um 13 Uhr in der ev.-luth. Kirche von Tuckum (Tukums) statt.“  Die traurige Nachricht über das Ableben von Pfarrer Valdis Podzinš hat auch uns tief erschüttert. Wir denken an seine Familie und an unsere Kandauer Freunde in diesen schweren Stunden. Bei einer gemeinsamen Klausurtagung unseres gesamten Kirchenvorstandes zusammen mit allen unseren Gemeindemitarbeitern am vergangenen Samstag (17.3.2018) haben wir uns erhoben und für den Verstorbenen, seine Familie und für unsere Partnergemeinde  gebetet.  
 
Frank Pawassar
 


Festgottesdienst zum 500. Reformationsjubiläum

Den Festgottesdienst feierten wir mit Abordnungen beider Partnergemeinden. Dem gingen schon 2 Tage mit gemeinsamen Unternehmungen mit unseren Rychnover und Kandauer Freunden voraus. Ein Abendessen mit Luther in der Schönfelder Kirche bereitete uns am Samstagabend innerlich auf das Jubiläum vor. Bilder und Video von diesem frohen Fest gibt es  Opens internal link in current windowhier.


März 2017

Besuch in Rychnow

Vom 24. bis zum 26. März besuchten wir als eine kleine Abordnung unsere tschechische Partnergemeinde. Wir - das waren die Ehepaare Fritzsch, Hillscher und Schaarschmidt sowie Frank Pawassar - fuhren also mit zwei PKW am Freitagnachmittag nach Rychnov nad Kn?žnou (Reichenau an der Knieschna), wo wir überaus herzlich empfangen wurden. In einer Pension waren für uns Zimmer reserviert worden, die wir auch gleich beziehen konnten, bevor wir uns zum Abendessen im Haus der Gemeinde, in dem auch die Kirche eingerichtet ist, trafen. Es wurde ein sehr schöner Abend, an dem es viel zu erzählen gab - mit Pastorin Naimanova als Dolmetscherin. Am Sonnabend zeigte sie uns ihr "Kirchspiel": neben der Kirche in Rychnov, die um 1923 aus einer früheren Arztvilla entstand, gibt es in der näheren Umgebung noch eine ehemalige Synagoge und ein ganz altes Kirchlein. Letzteres gehört der dortigen Kommune und wird zu einem symbolischen Preis an zwei verschiedene Gemeinden vermietet. Unsere Partnergemeinde gehört zur Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche. Diese Kirche entstand erst 1920. Sie sieht sich aber in vorreformatorischer hussitischer Tradition.

Am Samstagabend trafen wir uns mit einigen Gemeindemitgliedern im Gemeindehaus zum Abendessen. Dabei stellten wir, bei allen unterschiedlichen Verhältnissen, auch eine Gemeinsamkeit fest: Wir sind beide Gemeinden in einem weitestgehend säkularisierten Umfeld. Dabei ist Rychnov eine Kleinstadt, die sehr von einem nahegelegenen Škodawerk mit über 6000 Arbeitsplätzen beeinflusst wird.

Am Sonntag erlebten wir den Gottesdienst in Rychnov und fuhren nachmittags bei herrlichem Frühlingswetter wieder zurück nach Dresden.


August 2016

Besuch aus Kandau – ein zukunftsweisender Rückblick

Es gibt Begegnungen, da geschieht etwas … tief in dir drinnen beginnt etwas zu schwingen. Solche Begegnungen berühren und erfassen dich, geben dir Raum, machen dich weit offen und hell.

Solche Begegnungen sind Kostbarkeiten und wunderbare Geschenke des Lebens an dich.

Ja, das kann man von dieser Begegnung wohl sagen. Menschen aus Kandau, Mitglieder unserer Partnergemeinde, hatten sich auf den weiten Weg nach Dresden gemacht, um Kontakte zu erweitern und noch persönlicher werden zu lassen. Wir waren gut vorbereitet. Ein umfangreiches Programm erwartete die Gäste und alle Ereignisse erwiesen sich als besondere Momente des Zusammenseins.

Natürlich gehörte eine Stadtbesichtigung zum Programm, ebenso eine interessante Führung durch das Diakonissenkrankenhaus und den Verein KALEB. Spätestens  beim Tagesausflug auf Luthers Spuren in Wittenberg, immer begleitet von Gastgebern und Gemeindemitgliedern, zeigte sich eine Herzlichkeit und Nähe, die von beiden Seiten immer wieder zu spüren war. Die Kandauer hatten sogar ein kleines Liederbuch gedruckt, deutsche und lettische Texte nebeneinander, im Bus wurde gesungen, jeder war dabei.

Ein Höhepunkt war zweifellos der Gemeindeabend, liebevoll vorbereitet von Gemeindemitgliedern, den wir im Pfarrhof verbringen konnten, mit Liedern, kulinarischen Köstlichkeiten und flinken Helfern. Ein Film, den die Kandauer gedreht hatten, brachte uns ihr Gemeindeleben näher und ließ uns daran teilhaben. Unser gemeinsamer Gottesdienst mit einer Predigt, die die Gäste in Lettisch vor sich hatten, wunderbaren Liedern, gemeinsamen Fürbitten und Gebeten beendete eine fast fünftägige intensive Zeit, für die wir dankbar sind.

Der Sonntagnachmittag verteilte sich auf kleinere Gruppen, Pillnitz, die Sächsische Schweiz, ein schöner Ausklang gemeinsamer Tage. Die Verständigung verlief in mehreren Sprachen, auf Deutsch, auf Russisch und in Englisch. Wir haben die Zeit gut genutzt. Das Fazit eines unserer Gäste lautete: Begegnungen dieser Art widerfahren uns nur einmal in zehn Jahren und machen unser Leben aus.  Verabschieden bedeutet auch, sich auf die nächste Begegnung zu freuen.

Ein herzliches Dankeschön an das Vorbereitungsteam, die Gastfamilien und die vielen Helfer!

                                                                                                                      Angelika Müller