August 2017

Unsere Kirche muss sparen

Die Statistik kennt kein Pardon: Bei der Mitgliederzahl unserer Landeskirche geht es Jahr für Jahr um 12.000 Mitglieder abwärts. Es liegt u.a. an der Abwanderung junger Menschen aus Sachsen, die Sterberate, im Verhältnis dazu weniger Taufen und ganz allgemein die Aufgabe von christlichen Traditionen. Sind wir zurzeit noch rund 700.000 Evangelisch-Lutherische in Sachsen, so werden wir in 25 Jahren vielleicht noch 415.000 zählen. Seit April haben sich die Landessynode und in unserem Bereich die Kirchenbezirkssynode Dresden-Nord damit beschäftigt, dass die heutigen Personal- und Verwaltungsstrukturen rechnerisch keine Zukunft mehr haben. Es geht um den Stukturreformplan 2040, vorgestellt von der Kirchenleitung.

Wird nun ein „Gemeindesterben“ eingeleitet, wie einige Kritiker fürchten? Das ist hart formuliert, doch wohl unwahrscheinlich. Jedoch werden wir uns darauf einstellen müssen, dass örtliche Kirchenstrukturen nicht mehr als langfristig lebensfähig angesehen werden, wenn sie in großstädtisch geprägten Gebieten (wie bei uns) nicht wenigstens 6000 Seelen umfassen, auf dem Land sind es 4000. Um das zu erreichen, müssen die meisten Gemeinden ihre nachbarschaftliche Zusammenarbeit beim Personal und bei der Gemeindearbeit noch deutlich weiter vertiefen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem mehr Kirchspiele und auch Zusammenschlüsse. 

Dieser Prozess wird gerade für unsere Region im Dresdner Osten eingeleitet und muss bis zum Spätherbst zu Ergebnissen kommen. Unser Kirchenvorstand will dies zusammen mit den Schwesterkirchgemeinden Bad Weißer Hirsch und Bühlau angehen. Gemeinsam umfassen wir ca. 5440 Seelen. Wir wollen auch anderen Gemeinden ringsum Gespräche anbieten. 

Schon jetzt greift die Kirche zu ersten Sparmaßnahmen: Alle Neueinstellungen unterliegen einem strengen Prüfverfahren und werden bis Ende 2018 befristet. Im Kirchenbezirk Dresden-Nord rechnet man außerdem damit, dass die Gesamtzahl der Pfarrstellen von 22 auf 20 im Jahr 2019 fallen wird. Das würde sich auch auf die Zahl der Gemeindepädagogen- und Kantorenstellen auswirken. Wir in Schönfeld-Weißig stellen uns darauf ein, dass die Kürzungen auch uns erreichen werden. Nun brauchen wir Mut und gute Ideen, ganz so, wie wir sie schon einmal bei der Gemeindefusion 2006 bewiesen haben.

Frank Pawassar, Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Opens internal link in current windowEinladung zur Gemeindeversammlung zum Stukturreformplan 2040.

 


Grußwort des Kirchenvorstandes an unsere Konfirmanden 2017

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden!

Zu Eurer Konfirmation und für Euren weiteren von Gott bestimmten Lebensweg wünsche ich im Namen unserer Kirchgemeinde Schönfeld-Weissig und des Kirchenvorstandes Gesundheit, Glück und alles erdenklich Gute.

Wenn ich mich mit meinerlei Jahrgängen unterhalte, sage ich manchmal den Satz “Die Jugend ist auch nicht mehr das, was Sie früher mal war“. Erstaunlich - in der Regel stimmen mir alle zu und wir ergehen uns dann in Lobpreisungen darüber, was wir damals alles geleistet haben.

Natürlich habe ich nicht recht, das stimmt so nicht. Jede Generation bringt ihre Leistung, aber eben anders als zu unserer Jugendzeit. Deshalb leistet was Ihr könnt  -  aber ich rate Euch, vergesst dabei das Spielerische Eurer Kindheit nicht, rettet davon etwas in Euer Erwachsenwerden. Ich meine dabei aber nicht das Spielen mit dem Handy. Verspielt nicht die meiste Zeit, die ihr habt, nutzt Sie für das Erleben von Erfahrungen. Es gibt viel Neues zu entdecken. Tut es mit Freude. Macht auch Glaubenserfahrungen! Wo könnt Ihr die erleben?

Junge Gemeinde? Na klar - auf jeden Fall - gebongt. Aber wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Nächster Kirchentag (Kirchentagsschal,  wird entfaltet und vorgelesen, Motto: Du siehst mich,  1. Mose 16,13)

Ja! -  Du siehst uns! -  So wie Du Generationen vor uns in dieser Kirche gesehen hast und nach uns sehen wirst.

Kann ich nur empfehlen, wenigstens einmal im Leben dabei gewesen zu sein. Ich hoffe also 2019 auf eine starke Schönfeld-Weißiger-Jugendtruppe. Das bringt etwas für euer weiteres Leben. Bleibt im Glauben, Ihr könnt mir’s glauben, - es lohnt sich! Ihr werdet dadurch Euer Leben besser meistern. 

Übrigens, wenn eure Eltern, eure Verwandten Euch heute beim Kopf nehmen - duldet es. (Das haben ja viele von Euch nun nicht mehr so gern). Nehmt es Ihnen nicht übel, wir Alten brauchen das heute, an solch einem Tag!  Es ist ein erstes Zeichen des Loslassens in das Erwachsenwerden.

Meine Bitte, tut alles für den Frieden im Kleinen, beispielsweise in Eurer Familie, wie im Großen, dann ist und bleibt alles gut.

Dafür und insbesondere für Euch wollen wir Gott heute bitten und beten.

Euer Gottfried Drechsler
Im Namen des Kirchenvorstands


Juni 2017

Verabschiedung aus dem Kirchenvorstand

Am Pfingstsonntag, dem 4. Juni 2017 haben wir im Festgottesdienst zur Konfirmation Frau Katharina Seifert aus ihrer Tätigkeit in unserem Kirchenvortand verabschiedet. Seit Februar wohnt sie mit ihrer Familie in Schneeberg und kann somit ihr Amt in unserer Gemeinde nicht mehr ausüben.

Aus diesem Grund möchte ich mich im Namen des Kirchenvorstandes und aller Mitarbeiter ganz herzlich bei ihr für alle Kraft, Zeit und Liebe bedanken, die sie in unsere Gemeindearbeit eingebracht und diese sehr zum Guten geprägt hat. Wir wünschen ihr mit ihrer Familie auch am neuen Wohnort viel Kraft und Gottes Segen.

Wilfried Fritzsch

 

Neu renovierte Gemeindeküche in Schönfeld


Die Renovierung der Küche im Pfarrhaus Schönfeld wurde abgeschlossen und der Raum erstrahlt in neuen Farben. Gleichzeitig haben wir dringend benötigte neue Küchenmöbel einbauen können. Die neue Küche, die gleichzeitig auch als Raum für verschiedene Gemeindekreise genutzt wird, wurde schon rege von etlichen Gemeindegliedern in Besitz genommen. Wir sind sehr dankbar, dass viele von Ihnen uns finanziell, aber auch mit Rat und praktischer Hilfe bei diesen Renovierungsarbeiten unterstützt haben und noch unterstützen!


März 2017

Neubau Trauerhalle

Es geht voran mit dem Neubau der Trauerhalle auf dem Weißiger Friedhof. Anfang März hat der Kirchenvorstand den kirchlichen Bauantrag gestellt. Mit 300.000 Euro Kosten ist das Projekt das vermutlich am schwersten wiegende dieser Wahlperiode. Die Kosten werden zum einen aus Rücklagen unseres Eigenbetriebes „Friedhof Weißig“, zum anderen aus Zuschüssen der Ortschaft Schönfeld-Weißig und der Landeskirche gedeckt. Der Kirchenvorstand ist sich bewusst, dass wir angesichts finanzieller Zwänge zu Kostendisziplin verpflichtet sind.

Unsere Architektin, Frau Andrea Knüpfer aus Pirna, hat, eingedenk dessen, ihre ursprüngliche Planung aus dem Juni 2010 abgeändert. Gleichwohl ist es ihr gelungen, das Anliegen für einen zeitgemäßen, ansprechenden Neubau zu erfüllen. Er soll uns endlich den gewünschten Rahmen für Trauerfeiern schaffen. Die Nachfrage aus allen Richtungen ist rege – rund zwei Drittel der Beerdigungen auf dem Weißiger Ortsfriedhof sind nicht-christlich. Es ist unserer Kirchgemeinde als Trägerin der Einrichtung ein Anliegen, dass auch Feiern, zu denen die Kirche als Andachtsraum nicht zur Verfügung stehen kann, in einem den heutigen Standards entsprechenden Gebäude stattfinden.

Die neue Halle wird ein lang gestreckter, eingeschossiger Bau sein, der ungefähr an der Stelle seines baufälligen Vorgängers gegenüber der Eingangstoranlage stehen soll. Er wird sich in das vorhandene Ensemble von Kirche und Kirchhof einfügen und soll aus einem Abschiednahmeraum für Sarg- und Urnenfeiern mit rund 50 Sitzplätzen, Behinderten-WC und einem Nebenraum bestehen. Im Inneren wird, bis in den Dachfirst hinein, ein weitgehend offener, lichter Raum entstehen, der Ruhe und Würde ausstrahlt. Der Giebel hin zum Hutberg soll teilweise verglast sein.

Von unserem Klausurwochenende

Auf unserer Klausurtagung von 3. bis 5. März in Trebsen bei Grimma hat der Kirchenvorstand eine Zwischenbilanz der laufenden Wahlperiode 2014 – 2021 gezogen. Dabei ging es besonders um Vorhaben außerhalb der Bauaufgaben. Hatten wir uns vor zweiundeinviertel Jahren noch einen sehr breit gefächerten Aufgabenkatalog vorgelegt, so stand diesmal die Konzentration im Vordergrund. In den Mittelpunkt rücken sollen die Gestaltung der Gottesdienste, Angebote für die sogenannte „mittlere Generation“ (ca. 35 bis 55) sowie unsere Wirkung als Kirchgemeinde nach „außen“. Dazu gehören unser Gemeindebrief, unser Online-Auftritt „www.kirchgemeinde-schoenfeld-weissig.de“ und die bessere Vermittlung unserer Service- und Veranstaltungsangebote. Im Zeitraum August/September 2017 wird es eine ausführliche Befragung unserer Gemeindemitglieder geben, deren Auswertung öffentlich vorgestellt werden soll.

Hier gibt es einige Fotos von unserer Tagungsstätte.

Liebes Gemeindeglied,

der Kirchenvorstand möchte Sie direkt erreichen. Lesen Sie hier die jeweils aktuelle Verlautbarung.

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